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Evidence for Conträre Puff

1 pieces of evidence found.

Id DLP.Evidence.1784
Type Rules text
Game Conträre Puff
Location Germany 1850
Date 1853-01-01 - 1853-12-31
Rules 2x12 board, with spaces as points, divided in two. Fifteen pieces per player. Two six-sided die. Players move according to the number on each die by moving one piece the value on one die then another piece the value on the other die, or by moving one piece the value of one die and then the value of the other.The lowest value of the dice must be played; if it cannot, the player does not move. When a player throws doubles, they play the values on each die, as well as the values on the opposite side of the dice (I.e., double 6 if double 1 is thrown, 5 if 2, 3 if 4). However, the values on the bottom can only be played if all of the top values are played. The first double throw is only played once, but every subsequent double throw is played twice, and the top values must be played twice before using the bottom values. Bottom values do not have to be played, or only some of the bottom values may be played if the player wishes. In addition, an extra throw is granted for the second and subsequent throws of doubles. Players enter their pieces onto opposite sections of the board, and proceed around the board toward the section where the opponent enters the board, and then bearing pieces off the board. A player may not land on a point with two or more of the opponent's pieces. A player's piece may land on a point with a single opponent's piece. The opponent's piece is removed from the board and must enter again. The first player to remove all of their pieces from the board wins.
Content "Puff ist ein sehr beliebtes und weit verbreitetes Spiel, obgleich es weder großer und schwieriger Combinationen fähig ist, noch besonderes Nachdenken erfordert. Dem Namen nach zu urtheilen ist es deutschen Ursprungs, indeß können wir dies nicht mit Bestimmtheit angeben. Beschreiben fanden wir es bis jetzt noch in keinem der uns zu Gesicht gekommenen Spielbücher. Man spielt Puff auf dem bekannten Brett, das ihn benannt ist, und dessen man sich auch zu Trictrac, Toccadille und bedient. Dieses Brett hat vier Fächer oder Abteilhungen, und in jeder Abtheilung sechs lange Spitzen, die einander von beiden Seiten gleichmäßig gegenüber stehen. Von den zwei Spielern, die zu dem Puff gehören, hat jeder 15 Steine, der eine weiße, der andere schwarze. Es giebt zwei besonder Hauptarten des Puff, nämlich das lange und das conträre. Die 30 Steine beider Spiele sind zu nfang außer dem Brett unf werden dadurch allmälig hineingebracht, daß man die Wuurfte setzt, die man mit zwei Würfeln thut. Wer den höchsten Wurf thut, fängt an, und setzt seine Steine so, daß er in der außern Ecke mit 1 zu zählenm anfängt. Bei dem landen Puff setzen beide Spieler in demselben Felde ein, und führen ihre Steine in gleicher Richtung über alle 24 Spitzen, bis sie sie auf der antgegensetzten Seite wieder herausnehmen, wenn sie solche Würfe thun, zu deren Setzung in dem Brette der Raum nicht mehr vorhanden ist. Bei dem conträren Puff setzt jeder Spieler auf seiner Seite ein, und zwar so, daß er in dem Felde anfängt, wo der andere aushört, und die Steine werden in entgegensetzter Richtung geführt. Wer einen Pasch wirft, d. h. mit beiden Wuurfeln gleiche Augen, der setzt nicht nur die oben liegenden Augen, sondern auch die entgegenstehenden; bei den 6 also die 1, bei den 5 die 2, bei den 4 die 3. Den ersten Pasch, den man wirft, sett man nur einfach, jeden folgenden aber doppelt, d. h. vier Mal die obern und eben so oft die untern Augen. Außerdem hat der, welcher bereits mehr als einen Pasch warf, das Recht, nach jedem Pasche noch einen Wurf zu thun. Zwei Steine auf gleichem Felde bilden ein Band und können von dem gegner nicht herausgeworfen werden, wie jeder einzelne Stein, den er auf einem Felde trifft, auf welches er durch seinen Wurf kömmt.Es it Regel, daß die niedrigste Zahl immer zuerft gesetzt werden mus; wer sie nicht setzen kann, darf die höhere ebenfalls nicht setzen. Wenn man bei einem Pasche nicht alle vier der oben liegenden Augen seten kann, so darf man die entgegenstehenden gar nicht setzen, hat man aber die oberen gesetzt, so darf man von den unteren 1, 2 oder 3 setzen, auch wenn man zu dem vierten keine gelegenheit hat. Zuweilen spielt man s, daß der, welcher 1 und 2 wirft, außerdem auch noch 5 und 6 setzt unf mann irgend einen beliebigen Pasch, ganz nach seiner Wahl, wie er ihm am besten paßt. Dies ist indeß Ausnahme von der Regel und muß deshalb vor Beginn des Spieles eigens ausgemacht werden. Eben dies gilt auch von einer endern Abweichung, die man zuweilen macht, daß nämlich das, was der Werfende nicht setzen kann, von dem Gegner gesetzt wird. Bei dem langen Puff ist es Regel danach zu trachten, daß man eine Brücke macht, d. h. möglichst viele Bänder unmittelbar hintereinander, weil dadurch des Gegners steine, die noch zurück sind, verhindert werden, vorwuars zu gehen, was ihn oft so aufhält, daß er das Spiel nicht gewinnen kann, selbst wenn er eine Menge Päsche bekömmt. Bei dem conträren Puff muß man danach trachten, in dem Felde, in welches der Gegner einsetzt, einige Bänder zu bekommen, denn dadurch kann er leicht vergebliche Würfe thun, wenn ihm Steine herausgeworfen sind. Da die niedrigste Zahl immer zuerft gespielt werden muß, thut man gut, wo möglich die letzten Bänder auf der Seite, wo man herausnimmt, zu machen, also die ersten auf der Seite, wo der Feind einsetzt. Aus eben dem Grunde, weil es vortheilhaft ist, diese Bänder auf des Feindes Seite zu nehmen, ist es auch räthlich, sie auf der eigenen so lange also möglich zu halten, theils um wieder in das Brett kommen zu können, wenn man herausgeworfen ist, theils, um den Feind herauswerfen zu können, wenn er einzelne Steine bietet. Man gewinnt die Partie dadurch, daß man alle seine Steine eher heraus nimmt, als der Gegner. Es giebt zwar noch andere Arten, zu gewinnen, und zwar vierfach oder dreifach, ober diese müssen vorher ausgemacht sein. Vierfach gewinnt man dann, wenn man alle seine Steine auf einen Haufen bekömmt, und dreifach, wenn man seine sämmtlichen Steine einzeln in einer ununterbrochenen Reihenfolge von 15 Feldern stehen hat. Außerdem gewinnt man dreifach, wenn der Gegner noch einen Stein außer dem Brette hat, und doppelt, wenn er noch nicht seine sämmtlichen Steine aus dem Einfaßfelde entsternte, wenn man selbst den letzten Steine herausnimmt. " Alvensleben 1855: 406-408.
Confidence 100
Ages Adult
Genders Male
Source Alvensleben, C. 1855. Encyclopädie der Spiele. Leipzig: Verlag von Otto Wigand.

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